2006.


Hannah, eine erfolgreiche Schauspielerin und Mutter von vier Kindern, ist die gute Seele der Familie, unterstützt die glücklose jüngere Schwester Sue und will vor allem, dass es allen gut geht. Leider lohnen es ihr die Menschen nicht. Im Gegenteil, sie wird betrogen und man macht ihr die Güte zum Vorwurf. Aber der Autor meint es gut mit seiner Theaterfamilie. Zwar vergafft sich Hannahs Mann ausgerechnet in seine schöne Schwägerin, zwar hat Schwester Sue Pech mit der Schauspielerei und den Männern, zwar sind die versoffenen Eltern nur noch ein lächerlicher Abklatsch ihres einstigen Starruhms. Aber zuletzt kommt wider Erwarten gleichwohl alles gut. Alle bekommen, was sie brauchen, und treffen sich zum versöhnlichen Weihnachtsfest.

Autor Woody Allen bringt es immer wieder fertig, mit gewöhnlichen Menschen, denen gewöhnliche Dinge passieren, lebensechte Geschichten zu erzählen, die uns zum Lachen bringen und gleichzeitig berühren, weil wir uns in diesen Geschichten erkennen. Weil auch wir immer wollen, was wir nicht bekommen können, auch wir uns in die falschen Leute verlieben und uns nachträglich wundern über unsere Unfähigkeit, vernünftig zu leben. Und gegen unseren Willen beginnen wir als Zuschauer diese Leute mit ihren Schwächen und Neurosen zu lieben. Weil sie echt sind, lebensecht halt.

Regie und Berndeutsche Fassung Ueli Remund